sicherheitskonferenz

GEN-FELD IN OBERBOIHINGEN BESETZT

In der Nacht von Donnerstag auf Freitaghaben Aktivist_innen das Gen-Feld der FH Nürtingen inOberboihingen besetzt.
Es wurde ein zehn-Meter-hoher Turmerrichtet, der im Falle einer Räumung durch angekettete undeinbetonierte Menschen
verteidigt wird.Zur Zeit befinden sich ca. 30-40Aktivist_innen auf dem Feld, die Infrastruktur steht so langsam: Voküist eingerichtet, die (Zirkus-)Zelte stehen, das Programm bekommtseinen Rahmen (siehe unten).
Das Feld soll so lange besetzt bleibenbis die Aussaat verhindert ist.
Solidarisiert euch mit denGen-Feld-Befreier_innen:
-Verbreitet die Nachricht derBesetzung!
-kommt auch auf’s Feld!

Hier das Rahmenprogramm:
Rahmenprogramm auf dem Gentechnikfeld:

* Freitag, 4.April 19:00 Uhr:Vortrag: Agrogentechnik weltweit- Erfahrungen und Widerstand mitAntonio Andrioli aus Braslien- in deutscher Sprache.
* 20:00 Uhr: Film überFeldbefreiungsaktionen in Deutschland und Vokü (Essen füralle) 20.15 Uhr: Michael Grolm: „Langjährige Erfahrungeneines Imkers im Widerstand gegen die Agrogentechnik in Deutschland.“
* 21:30 Uhr: Konzert von HänsDämpf
* ab 24:00Uhr: GOA-PARTY

* Samstag, 5.April Ab 22:00 Uhr:Balkan Beats auf dem Genfeld, Mr. Salamander vom Freiburger EsperanzaSoundsystem legt auf.

* Dienstag, 8.April 18:00 Uhr:Vortrag: Kritische Einführung in die Gentechnologie

* Jeden Tag Ab 17:00 Uhr: Kaffeeund evtl. Kuchen für alle (auch gerne was selber mitbringen) undRallyebahn für Fahrräder
* 20:00 Uhr: Vokü(„Volxkücke“, Essen gegen Spende)

Wegbeschreibung zum Camp:

Das Feld liegt südlich der A8,nördlich vom Hof Tachenhausen. Vom Bahnhof Wendlingen am Neckarfolgt man der Bahnhofstraße, die bald zur Nürtinger Straßewird. Dann biegt man links in den Finkenweg ein. Nach ein paarhundert Metern geht es rechts über die Autobahn. Auf der anderenSeite hinter dem Bauernhof links abbiegen und immer geradeaus, bisbald das Camp in Sicht komt.

www.gendreck-weg.de
weiteres aus der Presse am Samstag:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/1676411

www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=wu&dig=2008%2F04%2F05%2Fa0091&
src=GI&cHash=831f99e658

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=21856

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=21835

http://www.tagblatt.de/2343343/Nachrichten/Tuebingen

Die Bedeutung der Frauen im Kampf um die Betriebe – Gedanken zum Internationalen Frauentag

Brukman_Kette Zum heutigen Frauentag wünsche ich allen Frauen alles Gute. Passend zum Tag hab ich auf Grund einer kleinen aber feinen Kritik das Headerbild etwas verändert um auch dem wichtigen Beitrag der Frauen im Kampf um die Betriebe Rechnung zu tragen.
Der Kampf um die Betrieben hätte ohne Frauen nicht stattfinden können, nicht nur als Kämpferinen in ihren Betrieben sondern auch als Unterstützerinnen in den Betrieben ihre Männer. In der Textilfirma Brukman sind der überwiegende Teil der Belegschaft Frauen und die Bilder ihres mutigen Kampfes gegen die Schließung und Räumung ihres Betriebes gingen um die ganze Welt (siehe Bild). In vielen Familien die von den langen Arbeitskämpfen in den Betrieben betroffen waren, wurde die Hauplast meist von den Frauen getragen. Sie mussten mit ihrem Einkommen ihre Familien in den Monaten in denen die kämpfenden Arbeiter kein Einkommen hatten über Wasser halten und ihren Männern den Rücken stärken. In vielen Interviews wiesen mich die ArbeiterInnen auf diesen wichtigen Rückhalt aus ihren Familien hin. Denn in Argentinien ist das Denken, dass der Mann für die Versorgung der Familie verantwortlich ist noch sehr viel stärker verwurzelt. Viele Frauen mussten ihren Männern helfen nicht in Lethargie zu Verfallen und sie in ihrem Kampf vor allem auch seelisch unterstützen. Und viele von Ihnen waren dabei wenn es darum ging den Betrieb gegen die Räumung zu schützen. Und sie ließen sich dabei von niemandem abhalten wie ein Arbeiter mir berichtete.
An einem Tag wie diesem ist denke ich der richtige Zeitpunkt um einmal auf diesen bedeutenden Aspekt hinzuweisen. Und den Hut zu ziehen vor all diesen Frauen und ihrem Kampf gegen Unterdrückung und für Freiheit und Gerechtigkeit.
Schließe möchte ich mit einem Zitat von Rosa Luxemburg: „Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht.“

LU15 Bleibt!!! Und jetzt für immer!

lu_ohne_bleibt Nach langer Pause gibts mal wieder was neues. Zwar nicht ganz das Thema des Blogs aber doch was zur Selbstverwaltung. Das nun schon fast 30 Jahre alte selbstverwaltete Wohnprojekt Ludwigstrasse 15, kurz „Lu15″, aus Tübingen hat gestern einen weiteren wichtigen Schritt in Richtigung dauerhafte Selbstverwaltung gemacht. Der Verwaltungsrsat des Studentenwerks der Uni Tübingen hat dem Verkauf der LU15 zugestimmt. Wodurch die BewohnerInnen nun ihr Haus kaufen können. Sie sind Mitglied im Mietshäuser Syndikat und wären somit das zweite Projekt nach der Schellingstrasse welches so seine Zukunft sichern kann.
Wer mehr erfahren will hier die Pressemitteilung…
(mehr…)

Doku über die Cooperativa Artes Graficas CHILAVERT

Chila_FilmtitelHallo liebe Leute,

nach einer größeren Übersetzungssession ist die Doku über die „empresa recuperada“ CHILAVERT nun also fertig. Und kann über die Seite bestellt werden, einfach eine email an SelbstverwalteteBetriebe schicken und wir brennen sie euch dann zu Herstellungskosten, also Rohling+Versand.
Der Film, „CHILAVERT – Eine soziale Innovation“, geht 22 min und wurde 2005 von Leuten der UBA (Universidad de Buenos Aires) zusammen mit den Arbeitern gedreht. Im Film geht es vor allem um die Druckerei und deren Geschichte, dazu wurden unterschiedliche Akteure interviewt. Sie erzählen von der Zeit des Kampfes, der großen Solidarität von Seiten der Bevölkerung und das Projekt ihres Lebens, die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz als freie Arbeiter und unter ihrer Kontrolle. Darüberhinaus wird aber auch von den anderen Fabriken berichtet.
Ein zweiter Aspekt des Filmes ist das von Seiten der UBA innitierte Dokumentationszentrum zum Thema der „empresas recuperadas“ welches sich in der Druckerei befindet. Die UBA hat ein Programm welches „Facultad Abierta“ heißt, also offene Fakultät, in diesem Programm arbeiten unteschiedliche Fakultäten mit verschiedenen sozialen Gruppen zu unterschiedlichen Themen zusammen. Die Fakultät für Anthropologie hat zusammen mit dem MNER (Movimiento National de Empresas Recuperadas) das Konzept eines Dokumentationszentrums erarbeitet um die Bewegung von Seiten der Wissenschaft zu begleiten und zu unterstützen. Ein Resultat von dieser Arbeit ist unter anderem dieser Film.
Also wer gerne einmal Einblick in die Realität der „empresas recuperadas“ bekommen möchte, dem sei dieser Film wärmstens zu empfehlen.

Das Projekt ZANON ist in Gefahr

Zanon Eines der Urgesteine der argentinischen „empresas recuperadas por sus trabajadores“ also der selbstverwalteten Betriebe und ein Symbol für den Widerstand der argentinischen ArbeiterInnenklasse ist in Gefahr. Die selbstverwaltete Keramikfabrik im Süden des Landes, ist mit über 400 Beschäftigten eines der größten Projekte in Argentinen und auch das bekannteste. Bei uns ist ZANON vor allem wegen dem besonderen Charakter des Projekts und einer im Vergleich zu anderen Betrieben sehr viel radikaleren Umsetzung bekannt geworden. Auch seine starke Verankerung in der neuquinischen Bevölkerung und die Verbindung zu indigenen Bewegungen machen es zu einem sehr tiefgreifenden Reformprojekt.
Nun nach mittlerweile fast sechs Jahren des Widerstandes ist das Projekt bedroht.
Das Berufungsgericht hat einen Antrag der Firma SACMI S.A. zugelasen, welche die Verlängerung des Nutzungsrechtes der Fabrik durch die Kooperative um ein Jahr vom Oktober 2009 auf Oktober 2008 verkürzte. Grund dafür ist die Forderung der SACMI die Fabrik zu versteigern um deren Forderungen zu bedienen. Die Klage wurde von der argentinischen Regierung durch die AFIP und die Weltbank, zwei weiteren Gläubigern der ehemaligen ZANON S.A., unterstützt so die ArbeiterInnen.
Deshalb wollen sie morgen dagegen auf die Strassen gehn.

Mehr Infos gibt es hier:

Argentinien: Zanon in Gefahr (bei Indymedia)

und auf spanisch hier:

Marcha en defensa de FASINPAT (en Indymedia)



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